
articipate ist aus einem Projektkontext an der TU Berlin entstanden. Am Anfang stand die Auseinandersetzung mit Fragen von Museum, Stadt, kultureller Teilhabe und öffentlichem Raum: Wie können Menschen nicht nur Publikum sein, sondern selbst zu Beteiligten und Mitgestaltenden werden? Wie lassen sich Orte, Objekte und Geschichten anders vermitteln und gemeinsam neu lesen?
Aus diesen Fragen heraus entstand in Berlin-Marzahn ein erstes Pilotprojekt, das über den Hochschulkontext hinaus weitergeführt wurde. Aus der Überzeugung, dass kulturelle Teilhabe nicht nur ein theoretisches Konzept bleiben darf, wurde aus studentischer Projektarbeit schrittweise eine eigenständige Praxis.
2016 wurde articipate als eigene Struktur gegründet, um diese Arbeit langfristig, professionell und in unterschiedlichen Kontexten weiterzuentwickeln. Seitdem sind zahlreiche Projekte, Kooperationen und Formate entstanden – im öffentlichen Raum, in der kulturellen Bildung, in sozialräumlichen Zusammenhängen und an der Schnittstelle von Kunst, Stadt und gesellschaftlicher Wirklichkeit.
Im Laufe der Jahre haben sich daraus weitere Schwerpunkte und verbundene Formate entwickelt, darunter StadtRaumMuseum, Praxis für Visionen sowie neue digitale und kooperative Ansätze. Die Erfahrungen der letzten Jahre – auch der Umbrüche und Neuordnungen während und nach der Pandemie – haben articipate inhaltlich und strukturell weiter geöffnet.
Heute versteht sich articipate als Plattform für künstlerische Projektentwicklung, kulturelle Bildung und Zusammenarbeit: ortsbezogen, kooperativ und mit dem Anspruch, Kunst als Mittel für Begegnung, Beteiligung und neue Allianzen im Alltag wirksam zu machen.